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28 Feb 2021

Blog Post

Powerprodukte: Ampullen & Seren
Foto: Armin Bardel
Reitinger Cosmetics, Wirkstoffe

Powerprodukte: Ampullen & Seren 

Ampullen und Seren sind in der Kosmetik sehr beliebt. Sie sollen schnell Linderung für Hautprobleme bringen, sowohl im Institut als auch in der Heimpflege. Aber was unterscheidet Ampullen von anderen kosmetischen Produkten, und wozu dienen sie?

Dank ihrer hohen Wirkstoffkon­zentration finden Ampullen im Be­reich der Kosmetik immer mehr An­wendung und garantieren optimale Wellness für die Haut sowohl in der Behandlung im Studio als auch in der Heimanwendung, sei es nun täglich oder in Kurform. Die regelmäßige herkömmliche Pflege können sie al­lerdings nicht ersetzen. Seren und Ampullen sind kosmetische Pow­erprodukte, die zusätzlich zur täg­lichen Pflege eingesetzt werden, um das Schönheitsprogramm noch in­dividueller auf die einzelnen Haut­bedürfnisse abstimmen zu können.

Sofortige Wirkung sichtbar

Sie lassen sich schnell auftragen und haben eine effektive Wirkung, die sofort sichtbar ist. Denn manchmal braucht die Haut einen besonderen Energieschub, wenn sie müde wirkt oder Fältchen über Nacht zu entste­hen scheinen. Die Cocktails haben nämlich eine höhere Konzentration an aktiven Wirkstoffen als allgemei­ne Pflegeprodukte, welche auf Grund ihrer leichten Konsistenz in die tie­feren Schichten der Haut eindringen, wo sie direkt von den Zellen absor­biert werden und dort mit höchster Effizienz auf Hautbild und Zellme­tabolismus Einfluß nehmen. Langzeitwirkung oder Soforteffekt Grundsätzlich unterscheidet man mehrere Arten von Präparaten: Er­gänzungsprodukte und Zusatzpro­dukte mit Langzeitwirkung sowie Produkte mit Soforteffekt. Ergän­zungsprodukte dienen zur Intensi­

Die richtige Anwendung

Die Ampulle leicht mit den Fingern beklopfen damit der gesamte Inhalt nach unten fließt und sich die Ampullenspitze leert. Zum Schutz der Hände Kleenex um die Ampullenspitze legen und diese vorsichtig abbrechen. Das Konzentrat in kleinen Portionen in die hohle Hand tropfen lassen und mit den Fingerspitzen der anderen Hand sorgfältig auf Hals, Dekolletee und Gesicht auftragen. Durch leichte Klopfmassage der Fingerspitzen Wirkstoffe sanft in die Haut einbringen. Wässrige Ampullen dürfen auch um die Augen aufgetragen werden, bei Ölampullen muß die Augenpartie ausgespart bleiben, da Öl mit der Tränenflüssigkeit reagiert, was zu Irritationen führen kann. Auch Kontakt mit den Wimpern ist zu vermeiden.

Intensivierung der allgemeinen Pflege

Ampullenund Seren enthalten die gleichen oder ähn­liche Wirkstoffe, wie die üblichen, dem Hauttyp angepassten Produkte nur in geballter Konzentration und werden oft in Kurform angewendet. Die Wirkstoffe von Zusatzpräpara­ten werden gezielt eingesetzt, um einen bestimmten Hautzustand zu verändern, wie zum Beispiel inten­sive Straffung, die Steigerung der Widerstandskraft der Haut oder die Aufhellung von Überpigmen­tierungen. Effektampullen füllen Unebenheiten auf und lassen den Teint sofort praller und glatter er­scheinen, sie verleihen zu wichtigen Veranstaltungen oder langen Ball­nächten ein strahlendes Aussehen, haben aber keine Langzeitwirkung. Zumeist werden in Ampullen hochkonzentrierte Pflanzenextrakte verwendet. Es werden jedoch stän­dig neue interessante Wirkstoffe auf den Markt gebracht, wie unter an­derem Mikrosilber, Peptidcocktails oder Farnextrakte.

Zusatz – kein Ersatz

Seren und Ampullen können vieles, aber nicht alles. In erster Li­nie versorgen sie die Haut gezielt mit Wirkstoffen. Je nach individu­ellem Hauttyp, ­zustand und ­be­dürfnis können sie in ihrer Wir­kung ergänzen oder verstärken, stellen aber auf Grund ihrer einsei­tigen Zusammensetzung und leich­ten Konsistenz keinen Ersatz für Cremes und Lotions dar. Daher ist es wichtig, zu jedem Serum eine passende Pflege zu verwenden, die die Haut mit Lipiden versorgt, sie regeneriert und schützt.

Ampullen und Seren unterschei­den sich in der Verpackung deutlich von anderen Kosmetika. Sie wer­den in Gläsfläschchen, deren Hals abgebrochen wird, Pipettenflaschen oder Minituben aus Kunststoff ver­packt. Nicht allein aus ästhetischen Gründen zählt die Glasverpackung zu den beliebtesten. Das Material ist besonders hygienisch und garan­tiert eine höhere Stabilität der Pro­dukte und längere Haltbarkeit – bis zu 30 Monaten auch ohne Konser­vierung –, da eine Interaktion der Wirkstoffkonzentrate mit dem Glas ausgeschlossen werden kann.

Generell spielen die schnellen Schönmacher, die Wirkstoffkon­zentrate, eine wichtige Rolle in der Kosmetik, da der Trend zu einer immer individuelleren Hautpflege geht. Zellschutz und Zellfunktion stehen dabei im Mittelpunkt. Aller­dings werden auch in Zukunft Am­pullen und Seren die herkömm­liche Pflege nicht ersetzen können, sondern lediglich aktiv unterstüt­zen und optimieren .

Seren und Ampullen werden zusätzlich zur täglichen Pflege eingesetzt, um das Schön-heitsprogramm noch individueller auf die einzelnen Hautbedürfnisse abzustimmen.
Die Konzentrate eignen sich nicht nur als Einzelprodukt, sondern auch als Wochen- oder Monatskur. Ampullenkuren lassen sich auch einfach individuell abgestimmt zusammenstellen, was im Allgemeinen sehr gut ankommt. Wenn du möchtest, kannst du dafür meine interaktive Beratung in Anspruch nehmen.

Wirkstoffe und Seren im Kosmetikinsitut

In der Kosmetikkabine gibt es noch zusätzliche Möglichkeiten, die Wirkung von Ampullen und Seren zu intensivieren. Eine Vielzahl apparativer Einschleußmethoden lassen Wirktstoffe noch tiefer und effizienter eindringen. Hier einige Beispiele:

  • Gleichstromanwendungen: Sie fördern durch Ionenbewegung die Durchlässigkeit der Zellwände, wodurch Stoffe, die sonst am Durchgang gehindert werden, passieren können. So werden Wirkstoffe, die auf der Elektrode mit gleicher Ladung angebracht sind, tief in den Körper transportiert. Diesen Vorgang nennt man Ionthophorese.
  • Saugpumpenmassagen: Durch rhythmische Pumpungen an der Hautoberfläche mit Vakuumglo-cken wird die Kapillarfunktion des Gewebes erhöht, Stoffwechsel, Entsäue-rung und Durchblutung gesteigert. Gleichzeitig werden die Zellmembranen durchlässiger gemacht, und vorher auf die Haut aufgebrachte Wirkstoffe können somit tiefer eindringen.
  • Ultraschall: Bei dieser apparativen Behandlung versetzen Ultraschallwellen bestimmte Materieteilchen, wie zum Beispiel den Zellkern, in Schwingung und erhöhen so den Zellstoffwechsel und die Aufnahmefähigkeit des Gewebes. Im An-schluss an die Ultraschallanwendung aufgetragene Wirkstoffcocktails kön-nen so effizienter absorbiert werden.

Dieser Artikel ist mein Gastbeitrag, der in der Apotherkerfachzeitung Pharmaceutical Tribune erschienen ist.

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